So funktioniert Smudgen – Räuchern mit Palo Santo, Smudge Sticks und anderem Räucherwerk

So funktioniert Smudgen – Räuchern mit Palo Santo, Smudge Sticks und anderem Räucherwerk

Die Frage kommt immer mal wieder auf und ist natürlich berechtigt: Ihr habt euch nun ein Smudge Kit oder einzelne Zutaten zum Räuchern besorgt – und nun? 

Wie funktioniert das denn nun mit dem Räuchern?
Keine Sorge, smudgen ist kein Hexenwerk und jeder findet nach und nach seine eigenen Rituale und Abläufe. Und jeder entwickelt einen Faible für die unterschiedlichen Räucherwerke: Ob Palo Santo, Smudge Stick aus weißem Salbei, Räucherstäbchen oder -Kegel, Zedernholz oder anderen getrockneten Pflanzen oder auch loses Räucherwerk, wie Salbeiblätter oder Weihrauch. Um nur einige zu nennen. 

Seine Ursprünge hat das Räuchern in vielen Religionen und auch alten Kulturen. Ob im Christentum das Weihrauch zum Gottesdienst oder Räucherstäbchen in indischen, chinesischen oder thailändischen Tempeln. 

Indigene Völker verbrennen seit Jahrhunderten Salbei als Teil eines spirituellen Rituals, um eine Person oder einen Raum zu reinigen und Heilung und Weisheit zu fördern. Zur Zeit der alten Ägypter und Römer wurde Salbei verwendet, um zum Beispiel Verdauungsprobleme, Gedächtnisprobleme und Halsschmerzen zu behandeln. Medizinisches Räuchern ist jedoch ein anderes Thema, welches mit größter Vorsicht zu genießen ist.

Wie du siehst: Du musst nicht allein sein, um zu räuchern. Beziehe ruhig andere mit ein. Smudgen kann man gemeinsam oder allein. 

So beginnst du dein Smudge Ritual:

Nimm dir Zeit. Räuchern ist nichts für "mal eben" oder Zwischendurch, wenn du mit Intention Räuchern möchtest. Wenn du den Geruch einfach nur genießen möchtest, zünde dir deine Sticks gerne jederzeit an!

Nimm dir die Zeit und den Raum, den du brauchst. Keine Eile. 
Es empfiehlt sich, vor dem Räuchern zu meditieren, um den Kopf freizubekommen und sich darauf zu konzentrieren, was man mit dem Räuchern erreichen möchte.

Bevor du loslegst, solltest du dir über deine Intention Gedanken machen. Sie klar vor Augen haben, dich darauf fokussieren.
Wenn du deine Wohnung oder ein Zimmer ausräucherst und somit reinigst, schaffst du Raum für viel Positives. 

 

Einen Raum reinigen

Nun, wenn du alles beisammen und dich mental vorbereitet hast, kannst du loslegen. 
Das Räuchern wird meist in 3 Phasen aufgeteilt: Räuchern - Harmonisieren – Energie aufbauen.

Beginne mit dem Räuchern.
Zünde deinen Smudge Stick an, lass ihn kurz brennen und puste vorsichtig die Flamme aus. Der Stick sollte nun weiter glimmen und rauchen. 

Starte mit deinem rauchenden Stick an der Tür und bewege dich im Uhrzeigersinn durch den zu reinigenden Raum. Lass den Rauch in jede Ecke kommen, auch in versteckte Ecken hinter und in einen Schrank, einem Sofa oder unter den Tisch. 

Dieses Umkreisen mit Rauch wird schon viele, viele Jahre in unterschiedlichen Kulturen praktiziert. 
Wenn du dich dabei wohl fühlst, kannst du bei deiner Umrundung durch den Raum, das Haus auch ein Mantra oder ein kleines Gebet sprechen. Ein buddhistisches Mantra in Sanskrit lautet "Om mani padme hum" und ist das  universelle Mantra der Liebe und des Mitgefühls. Damit kannst du den Raum zusätzlich mit reinigenden Vibrationen füllen. 

Du kannst auch still schweigend durch den Raum gehen, für dich im Geiste deine Intentionen durchgehen oder dir ein eigenes Mantra aufsagen. 

Als meine Tochter wiederholt schlimme Alpträume von Monstern hatte, haben wir gemeinsam ihr Zimmer ausgeräuchert und sie hat den Monstern unter Bett und hinter dem Schrank laut und deutlich Lebewohl gesagt, sie verabschiedet und die bösen Geister zum Fenster hinaus in die Freiheit geschickt. Je nachdem, was deine Absicht mit dem Räuchern ist, wie du dich wohl fühlst und wie du dich persönlich am wohlsten fühlst, kannst du deine Zeremonie gestalten, wie du möchtest. 
Nachdem du deinen Raum ausgeräuchert hast, startest du mit dem Harmonisieren und dem Aufbau der positiven Energien: Öffne das Fenster und lüfte ausgiebig und gründlich. Das Alte kann gehen, damit Neues kommt! Bleibe in Gedanken bei deinen Intentionen oder sprich sie aus. Formuliere, was du anziehen möchtest: Positive Gedanken, Harmonie, Liebe, Einigkeit... 
Vielleicht fühlst du dich nach deinem Räucher-Ritual erschöpft. Vielleicht bist du auch Energiegeladen. Vielleicht spürst du auch keine körperliche Veränderung. 
Lass auf jeden Fall nach deinem Ritual die Stimmung nachwirken. 
Vielleicht möchtest du Meditieren, vielleicht ein Bad nehmen oder Duschen. 

Alles ist legitim und möglich. 
Je öfter du räucherst, je mehr du dich mit Räuchern und unterschiedlichstem Räucherwerk beschäftigst, umso mehr wirst du deine eigenen Rituale entwickeln. 
Nicht immer muss ein Raum oder eine Person ausgeräuchert werden. 
Ich selbst verbinde Räuchern mit Mystik und Selbstliebe. Wenn ich räuchere, dann ist das Zeit, die ich mir ganz besonders und bewusst für mich nehme. 
Ob nun Räucherstäbchen, Räucherkegel, Palo Santo oder Smudge Sticks – ich genieße den Rauch, lasse mich davon einhüllen, beobachte den Rauch und lasse meine Gedanken fließen. Vielleicht trinke ich ein Glas Wein, Meditiere, Manifestiere oder kann meine Gedanken gerade dann am besten sortieren und blogge, mache mir Notizen und fokussiere mich auf ein Thema. 

Räuchern kann auf jeden Menschen anders wirken. 
 
Es gilt jedoch immer: Seid vorsichtig, wenn ihr mit Feuer hantiert. Und stellt sicher, dass ihr den Raum, in dem ihr Räuchert, gut lüften könnt. Nehmt Rücksicht auf Tiere und andere Menschen im Raum. 

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